268 mg pro Tagesdosis.
Die DGE empfiehlt Erwachsenen maximal 2.000 mg Natrium am Tag. Allein die Brause liefert davon im Schnitt 268 mg pro Tagesdosis — vor jeder anderen Salzquelle aus Brot, Käse oder Fertigessen.
Eine handelsübliche Magnesium- oder Vitamin-C-Brause aus der Apotheke enthält laut Verbraucherzentrale NRW im Schnitt 268 mg Natrium pro Tagesdosis. Schmerz- und Erkältungs-Brausetabletten liegen mit bis zu 450 mg pro Tablette sogar deutlich höher. Wir haben den Marktcheck der VZ NRW über 72 Brausetabletten ausgewertet, damit du es nicht musst.
Sprudeln ist Chemie —Sprudeln ist Chemie. Natrium ist eine Design-Entscheidung.
Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, Mononatriumcitrat — drei Decknamen auf der Zutatenliste, alle zählen voll zum täglichen Natrium-Konto. Eine Lesehilfe für die Verpackungsrückseite.
Die Pflichtangabe für Natrium auf einer Brausetablette steht selten unter Nährwerte. Sie versteckt sich in der Zutatenliste — meist mehrfach hintereinander, immer in derselben Familie. Wer einmal weiß, welche Wörter ein Natriumsalz markieren, sieht das Salz auf jeder Packung.
Wir haben Etiketten gelesen, Studien gegengeprüft und mit Pharmazeut:innen telefoniert. Acht Punkte, die selten in einer Apotheken-Beratung auftauchen.
Die DGE empfiehlt Erwachsenen maximal 2.000 mg Natrium am Tag. Allein die Brause liefert davon im Schnitt 268 mg pro Tagesdosis — vor jeder anderen Salzquelle aus Brot, Käse oder Fertigessen.
Auf der Zutatenliste steht es als Natriumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat oder Mononatriumcitrat. Diese Stoffe lassen die Tablette sprudeln — und zählen voll.
Mehrere klinische Studien dokumentieren: wer regelmäßig natriumhaltige Brause nimmt, hat einen messbar höheren systolischen Blutdruck — vermeidbar.
Eine Minderheit der Produkte bleibt unter 50 mg Natrium pro Tablette — vor allem Pulver- und Direktgranulat-Formate, oder Brausen mit Kaliumbicarbonat statt Natriumhydrogencarbonat als Sprudelbasis.
Mehr als die Hälfte enthält Magnesiumoxid mit 4–22 % Bioverfügbarkeit. Citrat erreicht 30–40 %, Glycinat noch mehr. Die Salzform schlägt die Milligrammzahl.
Sucralose und Acesulfam-K stehen in praktisch jeder Vitamin-C-Brause. EFSA-konform, kalorienfrei — aber mit Effekten auf Mikrobiom und Insulinantwort.
Tuben sind innen mit dünner Aluminiumschicht ausgekleidet. Bei sauren Tabletten können Spuren migrieren. Das BfR sieht keine akute Gefahr — empfiehlt aber Vorsicht.
Dieselbe 20er-Packung kostet in der Stadtapotheke bis zu 8,99 €, bei Shop-Apotheke oder DocMorris regelmäßig 4,79 €. Jahresbedarf = Monatskarte ÖPNV.
Wir veröffentlichen monatlich zwei umfangreiche Recherchen: eine zum gesundheitlichen Hintergrund, eine mit Produktempfehlungen.
Eine Spurensuche durch den VZ-NRW-Marktcheck von 72 Brausetabletten und die Studienlage zu Natrium, Blutdruck und der unterschätzten Quelle in der Hausapotheke. Was Pharmazeut:innen wissen — und Patient:innen selten erfahren.
Zum Artikel →Wir haben Bioverfügbarkeit, Natriumgehalt, Süßstoffe und Preis pro Tablette tabelliert. Die drei besten — und die drei, die wir meiden würden.
Zur Vergleichstabelle →Wir kaufen anonym in Stadtapotheken und drei großen Online-Versendern. Keine Musterzusendungen, keine Testkonditionen vom Hersteller.
Wir prüfen Mengenangaben gegen die Verkehrsbezeichnung gemäß LMIV. Jede Abweichung wird beim Hersteller schriftlich nachgefragt.
Preprints werden als solche gekennzeichnet. Wir verlinken nur peer-reviewed Studien aus PubMed, BMJ und EFSA und nennen Studienlimitierungen offen.
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